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Hauptsache oben klar und unten dicht. Ausstellung

„Oma und Opa waren auch mal jung“

(Hameln) Noch bis zum 09. April ist die Ausstellung „Oma und Opa waren auch mal jung“ im Gemeindehaus der Ev.-luth. Kirchengemeinde Zum Heiligen Kreuz im Papengösenanger 12, Hameln Klütviertel zu Gast in Kooperation mit der Julius Tönebön-Stiftung, radioaktiv, dem Landschaftsverband Hameln-Pyrmont und der Sparkasse Hameln Weserbergland zu besichtigen.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Oder eben lebt. Auch, wenn Mann und Frau die Lebenshalbwertzeit längst überschritten haben. Die aktuellen Portraits der 21 Omas und Opas aus der Ausstellung werden erst so richtig zum Leben erweckt, wenn das Leben auch inmitten ihrer Fotografien pulsiert.

So geschehen in der ersten Woche der Ausstellung während des Rahmenprogramms, z.B. bei dem Vortrag mit Dr. Wilmut Wolf „Ich bin doch nicht blöd, nur ein bisschen vergesslich“ und musikalischer Begleitung vom Hamelner Original Fitz Riedel. Doch zunächst wird sich um das leibliche Wohl im vollbesetzten Gemeindesaal gesorgt. Die Damen der Kirchengemeinde Zum Heiligen Kreuz haben zu Kaffee und selbstgebackenem Kuchen geladen.

Nachdem Fritz Riedel noch ein Lied auf seiner Orgel dreht, leitet Pastor Lange-Kabitz auch schon flott über auf den Vortrag von Dr. Wilmut Wolf. Dieser lenkt von der Ausstellung auf sein Vortragsthema über: “Was heißt denn alt oder jung schon? Man ist so alt, wie man sich fühlt. Und überhaupt: Wenn ich mich hier so umsehe, dann werden doch die Bilder der Ausstellung zu Geschichten – erzähltes Leben.“ Mit vielen Zitaten und Beispielen belebt er seine Darlegungen, die sich beileibe nicht nur um das Vergessen im Alter bewegen. Es wird mehr als deutlich, dass sein Augenmerk auf der Wertschätzung des alten Menschen liegt. Ihn anzunehmen, mit Geduld und Nachsichtigkeit – und mit Humor! Scheinbar differierende Auffassungen zwischen Alt und Jung, so Dr. Wolf, können doch das Leben beiderseitig bereichern, so man den nötigen Respekt walten lässt.

Die alte Dame neben mir steht von ihrem Stuhl auf, gesellt sich zu mir. So stehen wir am Ende des Raums und lauschen dem Vortrag. „Ich kann einfach nicht mehr sitzen“, sagt sie leise zu mir, „Wissen Sie, die Dame dort am Tisch und ich sind die beiden ältesten hier im Raum. Ich bin 96!“ Ich bin baff, sehe sie an und kann es nicht glauben. Dann erzählt sie mir noch, dass sie die ganze Welt bereist habe, mit Zelt, Schlafsack und Fotokamera. Ach ja, und dem Konfirmanden da – sie zeigt auf einen Jungen im Garten – habe sie Skat spielen beigebracht. Mit dem Jungen und seinem Vater spiele sie regelmäßig. Sie grinst verschmitzt und ich denke nur: Ja, das ist eine große Gnade, so ein erfülltes Leben haben zu dürfen. Das ist einfach schön.

So langsam verfrachtet eine Dame nach der anderen ihre Tasche in den Rücken, über eine Stunde sitzen ist doch anstrengend, so interessant der Vortrag auch sein mag. Und informativ. Übrigens finde ich mich, obwohl fast nur halb so alt wie meine Weltenbummlerin, in den Ausführungen Dr. Wolfs oft bereits wieder. Vergesslichkeit, Knacken und Zucken in den Gelenken, da bin ich voll dabei.

Kirchenvorsteherin Christa Walz, sie hat die Ausstellung in die Gemeinde geholt, blickt auf die Uhr, das sieht auch Dr. Wolf. Er hätte noch stundenlang weiter reden können, so geht er in seinem Thema auf. Vielleicht hat er die Zeit vergessen? In seinem Schlusswort lädt er alle, Alt und Jung, dazu ein, sich aufeinander einzulassen. Nur ein Wechseln der Realitäten bewirke die nötige Wertschätzung füreinander.

Der Nachmittag neigt sich dem Ende zu, aber die Ausstellung – entworfen, entwickelt und umgesetzt von Jens Lindner und Manfred Arendt – ist noch bis zum 09. April im Gemeindehaus im Hamelner Klütviertel, Papengösenanger 12, zu besichtigen. Die Öffnungszeiten sind: Dienstag-Freitag 9-12 Uhr, mittwochs 14-16.30 Uhr, sonntags nach dem Gottesdienst. Auf Anfrage sind auch spezielle Frührungen möglich: Kirchenvorsteherin Christa Walz Tel. 784662.
Und am Mittwoch, den 05. April um 14.30 Uhr wird zum Seniorennachmittag mit Svenja Meyer (Krippe am Klüt) zum Thema „Kindheit heute – veränderte Lebensbedingungen von Familien“ im Rahmen der Ausstellung „Oma und Opa waren auch mal jung“ eingeladen.

Hameln im März 2017 / Text & Foto: Heike Beckmann

Abb.1:  Hauptsache oben klar und unten dicht. Ingeborg Wittkopp, eine Hauptdarstellerin der Ausstellung nimmt das Alter mit Humor – aber nicht nur sie.

Abb.2: Bilder der Ausstellung „Oma und Opa waren auch mal jung“ im Gemeindehaus im Hamelner Klütviertel.

 

 

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Am Sonntag, den 26. März wurde der

Vorstellungsgottesdienst der Hauptkonfirmanden gefeiert.

Hier einige Eindrücke vom Gottesdienst.

(Fotos Roland Marz)



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Stiftung Zum Hl. Kreuz

warteten mit einem neuen Programm auf.


„ Die Pädagogian

Harmonists“



„… UND SONST GAR NICHTS !“


Die Pädagogian Harmonists präsentierten ihr neues Programm am Freitag, 24.März 2017 in der Kreuzkirche.



Sie sind „von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt, denn das ist ihre Welt – und sonst gar nichts!“


Welche verschlungenen Wege die Liebe nehmen kann – am Wochenend bei Sonnenschein oder in der U-Bahn, in Kastilien oder in der Puszta, beim Nudelsalat oder in der Badewanne – erzählen Ihnen die fünf Hamelner Lehrer Jürgen Bissel, Hans-Martin Haas, Oliver Lange, Udo Melloh-Sowa und Dierk Rabien, mal plaudernd, mal singend – dann am Piano begleitet von ihrer Kollegin Vera Stapelberg.

Neu im fünften Programm der Lokalmatadore sind neben anderen Kostbarkeiten Lieder von Otto Reutter, in denen er unentbehrliche Ratschläge gibt: “Nehm Se’n Alten!” ist der heiße Partner- Tipp für junge Frauen. Die Herren werden hingegen gebeten, auf ihre Garderobe selbst zu achten, sonst “ist der Überzieher weg!”


Säulen im Repertoire sind die von Walter Hedemann frech neu betexteten Ouvertüren aus dem Sternenhimmel der Operette, Arrangements, die es nirgendwo anders gibt.


Vertraute Ohrwürmer der berühmten Comedian Harmonists dürfen natürlich nicht fehlen. Und wenn es heißt: „Ich küsse Ihre Hand, Madame, und denk, es wär Ihr Mund”, dann brechen „die Herzen der stolzesten Frauen”!

(Fotos Roland Marz)

 

 

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